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Glossen

Wenn mein Kind besser diskutieren kann als ich!

Es ist ein Phänomen, was Eltern an der Rand der Verzweiflung bringen kann: Diskutieren!

Es ist ein Phänomen, was Eltern an der Rand der Verzweiflung bringen kann: Diskutieren! Es gibt Kinder, die möchten jede noch zu kleine Kleinigkeit ausdiskutieren. Da geht es morgens beim Zähneputzen schon los und endet mit der Debatte, wie lang eine Gutenachtgeschichte wirklich sein muss. Oftmals fehlen den Müttern schlicht die Argumente, die sie entgegensetzten, können. Die Ausdauer des Nachwuchses ist dabei bewundernswert, kostet die Eltern aber viel Kraft. Was du tun kannst, um die ewigen Diskussionsschleifen zu beenden.

Klare Grenzen setzten- du bist der Chef!

Das Verhalten deines Kindes ist völlig normal. Auf dem Weg in die Eigenständigkeit gehört es dazu sich gegen die Umwelt aufzulehnen, ein „Nein“ zu äußern und Widerstand zu leisen.

Auch wenn das jetzt ganz stark nach einer Erziehung aus dem letzten Jahrhundert klingt, ist es wichtig für dein Kind zu wissen, wann etwas indiskutabel ist. Der Nachwuchs braucht schlicht Grenzen und muss die Rollenverteilung akzeptieren. Dafür musst du deinen Standpunkt klar machen. Als Mutter oder Vater hast du eine andere Entscheidungsbefugnis, als dein Kind und das solltest du ihm vermitteln. Dein Sprössling ist es gewohnt, alles mit dir auszudiskutieren? Das gilt ab heute nicht mehr. Bahnt sich eine erneute Debattierrunde an, vermittle ihm ruhig aber deutlich, dass es nun zum Beispiel die Jacke anziehen muss. Lasse dich nicht auf einen hitzigen Wortwechsel ein. Erst wenn es die Jacke tatsächlich angezogen hat, kannst du ihm erklären, dass es kalt draußen ist und das es doch nicht krank werden will. Klare Ansagen- erst danach folgen die Erklärungen dazu. Damit verhinderst du, dass dein Kind dich doch noch von dem Gegenteil überzeugen will. Nur ein Beispiel: Dein Kleiner will sich nicht die Zähne putzen, du versucht ihm zu vermitteln, dass es wichtig ist, damit diese gesund bleiben. Genau jetzt ergreift dein Kind die Gelegenheit, um deutlich zu machen, das Kind X und Kind Y aus dem Kindergarten auch keine schlechten Zähne haben und überhaupt woran das zu erkennen sei. Und zu guter Letzt sagt es noch: „Du und Papa putzt euch abends nie die Zähne.“ Du wirst dich wahrscheinlich rechtfertigen wollen, dass du dies erst später vor dem Schlafengehen machst und schon bist du mittendrin in der Diskussionsspirale. Nach Erledigung der Aufgabe wird dein Kind nicht mehr den Drang verspüren, das Ganze abwenden zu wollen oder herauszuzögern. Es verwendet keine weitere Kraft mehr darauf, mit dir zu diskutieren.

Es gibt Verhandlungsoptionen!

Natürlich gibt es auch Situationen, in denen verhandelt werden kann. Wohin der Ausflug gemacht werden soll und welche Farbe der neue Schal haben darf, sind Entscheidungen, die dein Kind mitragen kann. Es geht nicht um schwarz-weiß Denken. Es muss eine Mittellinie gefunden werden, wo dein Kind zwar Mitspracherecht hat, aber nicht überall und nicht zu gleichen Teilen wie du. Durchsetzungs- und klares Äußerungsvermögen sind generell als positive Eigenschaften zu sehen, um eine soziale Kompetenz zu entwickeln. Aus diesem Grund ist es wichtig, deinem Kind nicht alle Entscheidungen abzunehmen.

Klare Regeln-Diskussion zwecklos!

Mach dir das Leben einfacher, in denen du durchgesetzte Regeln auch regelmäßig aufrechterhältst. Dein Kind soll sich zu Hause angekommen, immer die Hände waschen? Dann mache das zu einer klaren Regel und verfolge diese im Alltag penibel. Sei ein Vorbild und mache mit. Kinder diskutieren weniger, wenn sie bemerken, dass auch die Erziehungsberechtigten sich an die Vorgaben halten.

Eine Umstellung braucht Zeit!

Zu Beginn wird dein Kind von deiner Konsequenz überrascht sein, es reagiert vielleicht sogar wütend, wenn es dich nicht mehr in eine Diskussion verwickeln kann. Blende den Protest aus, du solltest dich nicht auf eine erneute Besprechung der Aufgabe einlassen. Es wird nach einiger Zeit verstehen, dass die aufgezwungenen Debatten nicht zum Ziel führen. Wenn dein Kind weiterhin mauert und seine Grenzen nicht akzeptieren möchte, können auch Bestrafungen helfen. Wähle diese stets angemessen und mit Bedacht aus. Will sich dein Kind also partout seine Jacke nicht anziehen, fällt der Ausflug aus. Auch hier ist Konsequenz wichtig. Eine einmalige Androhung reicht, danach musst du Taten folgen lassen. Beim nächsten Mal wird es sich dann genau überlegen, ob es einen schönen Ausflug so leichtfertig aufs Spiel setzen möchte. Habe Geduld und Verständnis. Dein Kind muss sich erst an die neue Situation gewöhnen. Auch mit Geschwisterkindern solltest du ähnlich verfahren. Die Kleinen beobachten sehr genau, wie du diese Konflikte auch mit anderen Familienmitgliedern austrägst. Am Ende kann die neu gewonnene Zeit viel attraktiver genutzt werden, das wird dein Kind mit der Zeit lernen.

Dipl. Ges.Oec. Jennifer Ann Steinort Diplom Gesundheitsökonomin, staatlich anerkannte Kinderpflegerin und Dreifachmama. Mama-Coach für Gesundheit, Ernährung und Erziehung

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