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Regretting Parenthood – darf ich es bereuen, jemals Kinder bekommen zu haben?

Denkst du auch manchmal über solche Fragen nach: „Was wäre, wenn ich meine Kinder nie bekommen hätte?“ – Mit solchen Gedanken bist du nicht allein.

foto_jenniferHeute kommt jemand neues zu Wort – Jennifer wird in Zukunft immer mal wieder einen Beitrag hier veröffentlichen. Nicht nur Zwillingsbezogen, dafür aber nicht weniger interessant. Ihr dürft gespannt sein 🙂 – paar mehr an Infos über sie findet ihr unter diesem Beitrag.


Darf ich es bereuen, jemals Kinder bekommen zu haben?

„Kinder sind unsere Zukunft“ dieser These stimmen wohl die meisten Menschen zu. Denn sie sichern unseren Fortbestand, bringen Leben und Liebe in unseren Alltag. Aber sehen Eltern ihre Kinder uneingeschränkt als Bereicherung für ihr Leben? Nein, sagen deutliche Ergebnisse aus einer repräsentativen Studie.

Jeder Fünfte würde nicht noch einmal Kinder bekommen.

Das klingt zunächst überraschend, dennoch gaben viele Frauen dies in der Studie von dem Meinungsforschungsinstitut YouGov aus dem Jahr 2016 an. 1228 Eltern aus Deutschland wurden dafür befragt. Demnach bereuen 20 % der Väter und 19 % der Mütter, Kinder bekommen zu haben.

Die Gründe dafür überraschen allerdings nicht. Laut Angaben ist der Nachwuchs bei der Karriere hinderlich und es fehle an Betreuungsmöglichkeiten. Dass sich Eltern bei der persönlichen Entfaltung einschränken müssen, wird ebenfalls angegeben. Unabhängig von der Studie scheinen viele Frauen eine andere Erwartungshaltung an das „Muttersein“ gehabt zu haben.

Die Reklame zeigt uns immerzu fröhliche Babys, die gerne gewickelt werden wollen und mit ihrem Schnuller friedlich im Bettchen einschlafen. Die Realität sieht jedoch anders aus. Keiner bereitet uns auf das vor, was wirklich kommt: Schwere Geburten, Wochenbettdepressionen, Stillprobleme sind da nur der mögliche Anfang. Kein Wunder also, dass viele Eltern ihre neue Aufgabe gerade zu überwältigt und sich Ernüchterung breitmacht.

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Darf ich es bereuen und geht dieses Gefühl vorüber?

Es kommt immer noch einer Art Tabubruch nahe, wenn wir aussprechen, dass wir nicht noch einmal Kinder bekommen würden. Sich so über die Elternschaft zu äußern, fühlt sich nicht richtig an. Scham und Gewissensbisse nagen an dem Gemütszustand. Insbesondere Mütter, die oft die Hauptlast im Alltag tragen, geben in der Studie zu 45 % an, sich für die Familie aufgeopfert zu haben. Gehäuft Alleinerziehende oder Familien, die mit wenig Rückhalt und Hilfe aus ihrer Umgebung rechnen können, bereuen ihre Elternschaft. Tatsächlich kommen wohl die meisten irgendwann an einen Punkt, wo sie zumindest still für sich grübeln, ob es richtig war, die Kinderplanung aktiv anzugehen.

Nächtelanges in den Schlaf wiegen, Zahnungs- und Entwicklungsschübe und das vielleicht auch noch mal zwei? Da liegen die Nerven blank. Hinzu kommt, auf der Arbeit immer on Top sein zu müssen. Die Aufgabe, dem Chef in diesem Monat schon zum zweiten Mal mitzuteilen, dass die Kinder krank sind, war mehr als unangenehm. Die Ansprüche seitens der Gesellschaft, und damit an die Eltern sind merklich gestiegen. Frauen sollen Hausfrau und Mutter sein und dabei ganz selbstverständlich die Karriereleiter aufsteigen.

Und dann ist er da, der Punkt an dem sich einfach nur nach Erholung gesehnt wird, einfach abschalten zu können. Ein Urlaub auf den Malediven wäre jetzt genau das Richtige. Aber nein, das ist für viele Jahre nicht möglich, schließlich wird die Verantwortung für ein kleines Würmchen getragen. In diesen Situationen macht sich schnell ein „Regretting Parenthood“ Gefühl breit.

Die gute Nachricht: wenn die Kinder größer werden, nimmt die Belastung ab und die Betreuungsangebote nehmen zu. Die Kleinen sind selbstständiger und so müssen Mama und Papa nicht bei jeder Kleinigkeit behilflich sein. In vielen Fällen wird das „Bereuen“ verschwinden. Aber nicht immer, denn wenn es im Nachhinein vom Grunde auf als der falsche Lebensweg gesehen wird, kann auch das „Älterwerden“ nicht helfen. Die Studie macht aber auch Mut, denn 95 % aller Befragten haben angegeben, dass sie ihre Kinder lieben und das ist immerhin eine Grundvoraussetzung, um eine glückliche Familie zu sein.

Warum es sich am Ende doch lohnt, Kinder zu bekommen!

Ja, anfänglich sind Kinder fordernd und selbst Toilettengänge stehen ständig unter Beobachtung. Aber kannst du dir dein Leben gänzlich ohne sie vorstellen? Nicht vorübergehend, sondern für immer? Die meisten Eltern wohl kaum, denn jetzt sind sie da und bringen doch allerhand Freude in den Alltag. Generell muss an dieser Stelle differenziert werden, denn viele Mütter bereuen zwar die Mutterrolle, jedoch nicht ihre Kinder. Die Kleinen lösen in uns Vorgänge aus, die sonst nicht möglich wären. Sie machen uns kritikfähiger, emotionaler und öffnen uns die Augen für das wirklich wichtige im Leben- kurzum sie machen uns zu bessern Menschen.

[alert style=“success“]Als kleiner Tipp, auch wenn er noch so einfach erscheint: Rede darüber! Es gibt Foren oder auch Elterngruppen in denen „Regretting Parenthood“ immer wieder ein Thema ist. Sich darüber austauschen und sich womöglich gegenseitige Hilfe anzubieten, kann den Alltag besonders mit Zwillingen erleichtern.[/alert]

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Weiterführende Links zum Thema:

Habt Ihr schon änliche Gedanken gehabt? Dann freu ich mich auf Eure Kommentare und Erlebnisse!

Zwillingsmutter (Jungs) + 1 (Tochter), Musik-, Indien- und Lyrikfan. Arbeitsmässig habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht und arbeite als Head of Online-Marketing für einen Finanzdienstleister. Falls Du Fragen zum Marketing / SEO für deine Webseite hast, kannst Du mich gerne einfach anschreiben.

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