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Downhill-, BMX, Mountain-, Freerider, Dirt- Hardtail- oder Fullsuspension Bike?

Habt Ihr auch so fahrradbegeisterte Zwillinge, wie unsere? Hier kommt ein tolles Interview für Euch, Björn von der Radfamilie steht Frage & Antwort.

Ich möchte Euch heute Björn von radfamilie.de vorstellen, der sich bereiterklärt hat, mir ein paar Fragen zum kommenden Fahrradkauf meines Sohnes zu beantworten.

Stell Dich bzw. Euch doch einfach mal kurz vor, woher kommst du, wer gehört zu Dir, was machst du so?

Ich bin Björn von der Radfamilie und freue mich Deine Fragen zu beantworten. Ich bin der Vater, Techniker und Trainer der Radfamilie, die sich leider gerade im Winterschlaf befindet.

Mein Sohn möchte sich, zu dem BMX Rad welches unsere Zwillinge ja zusammen nutzen, ein Rad kaufen, mit welchen er normale Wege, aber auch die Skate- und BMX-Anlage bei uns nutzen kann. Der Hauptaugenmerk liegt wohl auf den Sprüngen (Drop, Bunny Hop, Wheelie etc.)  die er lernen möchte.

Ja, das ist ein typischer Verlauf, den ich auch bei mir und meinen Freunden sehen konnte. Das ist das tolle an diesen Anlagen, sie motivieren und vermutlich hängen dort einige Freunde ab? Bei mir war dieser Punkt ein Cross Country Rennen wo ich starten wollte.

Welches Rad für Einsteiger, ist für diesen Zweck am geeignesten? Wenn man online schaut, ist man ja von den vielen verschiedenen Arten völlig erschlagen.

Da schlage ich ein Dirt Bike vor, die haben einen flachen Rahmen sind stabil und eher einfach.

Aber es gibt auch ähnliche Räder mit 2 Bremsen und einer Gangschaltung was ihre Alltagstauglichkeit erhöht. Wenn man die Sattelhöhe so hochbekommt, dass man problemlos 20 km fahren kann ist es super. Langstrecken von 30 – 120 km gehen damit nicht. Diese Räder sind wendig und stabil.

Was ist am wichtigsten? Auf welche Funktionen/Merkmale der Räder sollte man am meisten Wert legen?

Grundsätzlich sollte auch ein Dirt Bike leicht sein, jedes Kilo zählt. Mindestens genau so wichtig sollten die Bremsen sein, ob beim fahren auf dem BMX Kurs oder in der Stadt beim plötzlichen Türaufgehen – gute Bremsen sind wichtig. Mittlerweile sind hydraulische Scheibenbremsen Standard.

Würdest Du eher Fully oder Hardtrail empfehlen? Welches sind die Vorzüge oder die Nachteile der beiden Varianten?

Für den von dir genannten Bereich ist ein Hardtail (ungefedert) sogar besser. Eine Hinterradfederung ist quatsch, das würde beim Sprung Energie und Gefühl rausnehmen. Eine Federgabel ist komfortabel und verzeiht ein bisschen die Fehler. Muss auch nicht sein, man eignet sich einen sauberen Fahrstil an, wenn man ungefedert fährt. BMX Räder haben auch keine gefederten Rahmen oder Gabeln.

Welchen Einfluss hat der Federweg der Federgabel?

Das ist nicht so einfach zu sagen. An meinem Downhill Rad habe ich über 20 cm Federweg vorne und hinten. Wenn ich durch ein Steinfeld oder Wurzeln fahre ist es beherrschbar und mir fliegen nicht die Arme weg. Wenn ich jedoch auf einem Pumptrack damit fahre passiert nix, die Pumpbewegung die bei einem Hardtail den Vortrieb entstehen lässt schluckt mein DH Rad einfach weg.

Nun müsst Ihr die Federgabel nicht ausbauen wenn ein Dirt Bike eine hat, diese sind auch etwas härter und haben viel weniger Federweg. Es gibt für jeden Anwendungsbereich Federgabeln. Das ist ein Thema für sich.

Der Federweg richtet sich immer nach dem Einsatzzweck (3 Beispiele):

  • Cross Country: 80 – 120mm
  • Gravity (DH und FR) 180 – 200+ mm
  • Enduro: 150 – 180 mm

Aus welchem Material sollte der Rahmen bestehen?

Es gibt gute aus Stahl und Alu. Alu wird günstiger sein und auch mehr Auswahl bieten. Carbon gibt es im Dirt-Bereich nicht wirklich.

Welche Laufradgröße ist empfehlenswert?

Im Dirt-Bereich, mit der Nähe zum BMX, hält sich 26“. Im Enduro ist 29“ Standard und beim DH 27,5“ wobei es bei den Profis auch schon 29“ gibt.

Große Räder bügeln über Hindernisse gut weg, sind jedoch nicht so wendig und stabil. Das ist nicht so gut für ein Dirt Bike, die sollen gerade wendig und stabil sein.

In welchem Zusammenhang steht die Körpergröße mit der empfohlenen Rahmengröße?

Wie bei einer Hose: die falsche Größe passt einfach nicht. Das sollte man berücksichtigen, wenn es nicht passt ist es ungemütlich und man ärgert sich. Ich habe übrigens gerade das Problem: mein Rad ist mir zu kurz. Nicht schlimm aber bei Sprüngen und anderen Tricks macht es viel aus, dass man sich wohl fühlt.

Dirt Räder wirken eher klein, haben aber auch verschiedene Rahmengrößen.

Auf welche Bremsenart sollte man achten?

Hydraulische Scheibenbremsen! Alles andere ist nicht zu empfehlen und mach große Abstriche bei Dosierbarkeit und Bremsleistung.

Welche abschließenden Zeilen, Hinweise, Tipps bzw. welches Fazit kannst du geben, für den Fahrradkauf eines Einsteigers in diesem Bereich?

Gerade für Einsteiger ist ein Hardtail gut, sie sind bezahlbar, robust und alltagstauglich. Wenn man an die Grenzen kommt muss man schauen wie es weitergeht. Um mal einen Bikepark zu testen kann man sie die Ausrüstung und ein Rad ausleihen. Damit sollte man anfangen, wenn man Bremsen und sich in Kurven legen kann.

Und vielleicht ist es das dann auch nicht und deine Jungs wollen lieber ein leichtes Carbon Hardtail um Cross Country zu fahren.

Am Ende ist das Limit immer das Budget.

Neue, reine Dirt Bikes kosten ab 500€, die sind dann nicht verkehrssicher (nur eine Bremse). Eins mit 2 Bremsen gibt es ab 650€, wobei die Mischräder immer ein Kompromiss sind.

Dadurch das Dirt Räder sehr einfach sind, kann man die auch gebraucht kaufen. Zum Beispiel im Bike Market der MTB News (https://bikemarkt.mtb-news.de/), das geht so bei 400€ los, je nach Zustand.  

Wenn deine Jungs ernsthafte Ambitionen haben und viel auf Skate und BMX Strecken fahren ist ein reines Dirt Bike besser, da die kompromisslos darauf ausgelegt sind, was Haltbarkeit und Geometrie betrifft. Soll es ein Allrounder sein mit dem man von einer Rampe rollen kann und einen Bunnyhop üben kann geht auch ein Hardtail mit flachem Dirt-Bike-ähnlichem Rahmen.

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Zwillingsmutter (Jungs) + 1 (Tochter), Musik-, Indien- und Lyrikfan. Arbeitsmässig habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht und arbeite als Head of Online-Marketing für einen Finanzdienstleister. Falls Du Fragen zum Marketing / SEO für deine Webseite hast, kannst Du mich gerne einfach anschreiben.

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